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Das Schweizer Bankhaus Sarasin & Cie AG benennt in ihrer aktuellen Studie zur Solarenergie die Licht- und Schattenseiten der boomenden internationalen Solarindustrie.
Original-Pressemitteilung
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(Sarasin, 7.12.2006) – Die Solarenergie-Industrie ist weiter im Aufwind. Die Solarzellenproduktion als auch die neu installierten Solarkollektoren haben weltweit um 40% bzw. 16.5% zugenommen. Rund 77% der weltweit neu installierten Kollektoren finden sich dabei in China, was einem Marktwachstum von 20% entspricht. Aber auch der Schweizer Markt entwickelte sich kräftig: Er legte ebenfalls um 26% zu. Die Prognosen für die Photovoltaik – insbesondere ab 2008 – scheinen attraktiv. In ihrer neusten Studie zur Solarenergie-Industrie prognostiziert die Bank Sarasin & Cie AG zwischen 2011 und 2020 dann auch jährliche Wachstumsraten von 21% für die Photovoltaik und 20% für Solarkollektoren.
Die auf Vermögensverwaltung und Anlageberatung spezialisierte Bank Sarasin & Cie AG untersucht in ihrer neusten Studie „Solarenergie 2006 — Licht- und Schattenseiten einer boomenden Industrie“ die aktuellen Marktverhältnisse und -aussichten im Bereich der Solarenergie respektive der drei Anwendungsgebiete Photovoltaik (PV), Solarthermie und solarthermische Kraftwerke.
Photovoltaik-Unternehmen bis April 2006 in der Gunst der Anleger
Der PV-Boom hielt auch 2005 an. Die weltweite Solarzellenproduktion stieg um über 40% auf 1.740 MW. Nebst den zunehmenden Produktionsmengen an Solarzellen entwickelten sich auch die Kurse von börsenkotierten Solarunternehmen eindrücklich: Der PPVX-Index — ein Index welcher 30 Solartitel aus verschiedenen Ländern beinhaltet — ist 2005 um rund 150% gestiegen. Auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres stieg der Index noch einmal um rund 125 Prozentpunkte. Das attraktive Marktumfeld bewirkte, dass weitere PV-Unternehmen an die Börse strömten. Seit der Kurskorrektur im Mai dieses Jahres unterscheiden Investoren jedoch klar zwischen den einzelnen Titeln und vergleichen die Geschäftsmodelle. Das Augenmerk richtet sich auf die Strategie und wie einzelne Unternehmen mit den Schlüsselthemen für die zukünftige Entwicklung der Solarbranche umzugehen wissen.
Für die künftige Entwicklung des PV-Marktes geht die Bank Sarasin davon aus, dass die Siliziumknappheit das Marktwachstum noch bis 2008 abbremsen wird. Doch für 2010 wird mit einer weltweit neu installierten PV-Leistung von rund 4.1 GW gerechnet. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate für die Zeitspanne 2005 bis 2010 von 26%. Für das nächste Jahrzehnt (2011-2020) wird eine durchschnittliche Wachstumsrate von gut 21% erwartet.
China installiert 77% aller Solarkollektoren
Weltweit wurden 2005 mit 13.6 GW thermischer Energie rund 16.5% mehr Solarkollektoren installiert als noch 2004; rund 77% davon in China, dessen Markt sich um insgesamt 20% vergrößerte. Der europäische Solarthermiemarkt entwickelte sich ebenfalls positiv und ist 2005 um 26% gewachsen. Nach wie vor dominieren die drei Länder Deutschland, Österreich und Griechenland mit einem gemeinsamen Marktanteil von 70%. Aufstrebende europäische Märkte sind vor allem Frankreich (+134%), Portugal (+60%) und die neuen EU-Länder mit einem durchschnittlichen Wachstum von 33%. Auch der Schweizer Markt wuchs um 26%. Gerade bei Eigenheimbesitzern liegt die Solarthermie wegen den gestiegenen Öl- und Gaspreisen wirtschaftlich im Trend.
Für das laufende Jahr 2006 geht die Bank von einer weltweit neu installierten Kollektorkapazität von rund 17.2 GWth (thermischer Energie) aus, d.h. 25% mehr als im Vorjahr. Dieses Wachstum wird hauptsächlich von der Dynamik in China, in Europa aber auch in anderen nicht-europäischen Ländern getrieben. Bis 2010 dürfte auch die globale Wachstumsrate weiterhin zwischen 25 und 30% liegen. Aufgrund der zunehmenden Reife des Marktes ist zwischen 2011 und 2020 zu erwarten, dass die durchschnittliche Wachstumsrate auf 20% pro Jahr zurückgehen wird. Der Weltmarkt für neu installierte Solarkollektoren hätte demnach 2020 ein Volumen von rund 390 GWth.
Jahr der Wahrheit für solarthermische Kraftwerke
Die Planungen für neue solarthermische Kraftwerksprojekte sind konkreter geworden. Unter anderem aufgrund technologischer Fortschritte, günstigeren politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie z. B. Klimaschutzabkommen, hohe Öl- und Gaspreise, Förderprogramme für erneuerbare Energien sowie attraktive Einspeisevergütungen. Speziell in Spanien und im Westen der USA haben sich die Förderbedingungen für solarthermische Kraftwerke verbessert. Die aktuelle Projektliste der weltweit geplanten solarthermischen Kraftwerke enthält mittlerweile sieben in Bau befindliche Projekte. Die weitere Entwicklung hängt nun stark vom Erfolg und den Erfahrungen dieser Projekte ab (Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit der Technik). Aufgrund der geplanten Projekte hält die Bank Sarasin die Realisierung von Kraftwerken mit einer Gesamtleistung von 2.1 GW bis 2010 für möglich.
Die vollständige Studie „Solarenergie 2006 — Licht- und Schattenseiten einer boomenden Industrie“ ist in deutscher und englischer Sprache gegen eine Schutzgebühr von CHF 50
erhältlich bei: Bank Sarasin & Cie AG, Gabriela Pace.
Quelle: Bank Sarasin & Cie AG
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