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Solarthermie - Warmwasser & Heizen mit Solarthermie

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Solarthermie wandelt Sonnenenergie in Wärme

Die Energie aus einer Solarthermie Anlage erwärmt das Wasser oder man führt sie zusätzlich - in Form einer Solarheizung - der Heizung zu. Solarthermie Anlagen arbeiten mit Kollektoren, die auf einem südlich ausgerichtetem Dach angebracht werden. Auf dem Markt sind Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren erhältlich. Röhrenkollektoren kosten mehr als Flachkollektoren, haben aber einen höheren Wirkungsgrad.

Der Unterschied zwischen Warmwasser-Solarthermie und der Heizungsunterstützung

Solarthermie für die Wassererwärmung sind preiswert und brauchen im Vergleich zu einer Solarheizung weniger Dachfläche. Eine durchschnittliche Anlage benötigt vier bis acht Quadratmeter Fläche und kostet zwischen dreitausend und sechstausend Euro. Solarthermie zur Wassererwärmung stellt bis zu zwei Dritteln des jährlichen Wasserbedarfs bereit.

Solarthermie zur Raumheizung hat mehr Platzbedarf und ist teurer als Solarthermie für das Warmwasser. Als Ausgleich hierzu spart eine solche Solarthermie Anlage aber auch mehr Energie ein. Eine Solarheizung hat eine Kollektorfläche zwischen 6 - 14 Quadratmetern und kostet im Schnitt sechstausend bis zwölftausend Euro.

Solarthermie ist immer nur ein unterstützendes System

Solarthermie Anlagen stellen große Mengen an Energie bereit - aber das gesamte Trinkwasser erwärmen oder ein Haus alleine zu beheizen übersteigt die Energiemengen, die eine Solarthermie Anlage bereitstellt. Aber diese Systeme sind auch nicht dazu ausgelegt. Eine Solarthermie Anlage ist grundsätzlich ein unterstützendes System, das Ihnen beim Sparen von Energie hilft. Gerade bei der Solarthermie ist durch die Vielzahl an Auslegungsbedingungen eine passgenaue Analyse durch einen erfahrenen Fachbetrieb unbedingt zu empfehlen.

Fördergelder helfen beim Bau einer Solarthermie Anlage

Fördergelder durch das BAFA sind bei der Solarthermie nur für die Solarheizung verfügbar. Der Förderbetrag liegt 2011 bei 120 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Ab 2012 sinkt er auf 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Bei veralteten Heizungskesseln gibt es den „Kesseltauschbonus“ von 600 Euro, wenn man einen alten Heizkessel durch einen modernen Brennwertkessel ersetzt und mit einer Solarthermie Anlage kombiniert.


Bildnachweise:

Die Solarheizung: © reimax16 - Fotolia.com
Solarthermie-Kollektoren: © Ingo Bartussek - Fotolia.com
Fördermittel: © contrastwerkstatt - Fotolia.com
Preise & Kosten: © Kara - Fotolia.com
Solarspeicher: © Kzenon - Fotolia.com
Hybrid-Heizung: © Andrey Sheldunov - Fotolia.com

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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